Katzensprung von Dänemark nach Schweden – die Öresundbrücke macht’s möglich

Von Kopenhagen kann man mit dem Zug in einer Stunde nach Malmö in Schweden gelangen. Möglich macht’s die Öresundbrücke und das damit verbundene sehr praktische Öresundticket. So machten wir quasi zum Kaffeeklatsch einen Abstecher in die drittgrößte Stadt Schwedens und genossen (mal wieder) bei strahlendem Sonnenschein im Parkcafé leckeren Beerenkuchen mit Streuseln und Vanillesauce. Mmh! Danach liefen wir bis zur Küstenpromenade, die sich durch ihre interessante und ausgefallenene Architektur perfekt in die skandinavische Bauwelt einpasst. Das Wahrzeichen Malmös: der Turning Torso, ein gewundener, weißer Turm, der von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava erbaut worden ist und als das höchste Gebäude Skandinaviens gilt.

Auch den folgenden Tag nutzten wir, um einen weiteren Abstecher nach Schweden zu machen. Wir besichtigten zunächst das sehr lohnenswerte Museum für moderne Kunst „Louisiana“ im nördlich von Kopenhagen gelegenen Hummlebaek. Das Gebäude ist perfekt in die Hügellandschaft direkt am Meer angepasst und hat einen tollen Skulpturenpark zur Meerseite hin. Die Ausstellungen waren super und so verbrachten wir die Zeit bis zum zeitigen Nachmittag darin. Schließlich fuhren wir weiter nach Helsingør, wo das berühmte „Hamlet-Schloss“, Schloss Kronborg, steht und von dort aus mit der Fähre rüber nach Helsingborg in Schweden, wo wir den Sonnenuntergang von der Stadtanhöhe genießen konnten. 

In Schweden waren übrigens viele Geschäfte und Straßen mit den sogenannten Påskris verziert, Reisigzweige mit Osterfedern dran. Ein herrlicher Farbtupfer!

Alle Jahre wieder: Nordkaptour 2013

Mit einiger Verspätung gibt es an dieser Stelle wieder ein paar Eindrücke aus dem Hohen Norden. Auch dieses Jahr war ich wieder als Tourguide mit einer sehr netten und pflegeleichten Truppe unterwegs.

Die diesjährigen „Highlights“:

– Nordkap im Sonnennebel, ein herrliches Spiel aus Licht, Wolken und Felsen

– Filzaktion des norwegischen Zolls: Die Busfahrer mussten fast ihren kompletten Alkohol „für die Jubiläumsfeier des norwegischen Zolls spenden“ und waren in diesem Zuge gleich noch etwa 3000 € los…

– jeden Abend eine Runde versaute Witze, die ein Fahrgast zum Besten gab (ich war tatsächlich etwas, nun ja, schockiert, was da so alles unter der Oberfläche schlummert ;-))

– Elche an der Straße (nein, keine Holzfiguren oder Straßenschilder!) und (mal wieder) Rentiere im Tunnel

P.S.: Besonderer Dank an meinen Gast Herrn Herold, von dem die beiden Fotos hier stammen, auf denen auch ich mal im Dienst zu sehen bin!

Intermezzo im Hohen Norden: Nordkaptour, Klappe die Dritte

Bevor es an dieser Stelle wieder mit Marokkoberichten und -fotos weitergeht, habe ich noch die schönsten Fotos von meiner diesjährigen Nordkaptour zusammengestellt, für dich ich nun das dritte Mal als Reisebegleiterin in den Hohen Norden aufgebrochen war. Die Tour verlief recht entspannt, bis auf die üblichen Ausraster („Warum wird der Kaffee nicht sofort aufgefüllt?“, „Warum müssen wir immer so hetzen?“) waren die Gäste sehr nett und nach einer anfänglichen Auftauphase auch recht herzlich („Naja, die kommen halt aus dem Norden.“ – O-Ton mein Busfahrer Heinz). Und mit den beiden Busfahrern Heinz und Günter habe ich mich super verstanden und die kannten sich „da oben“ auch sehr gut aus. Es war faszinierend zu sehen, wie anders die Landschaft im Vergleich zu meinen Reisezeiträumen im Juli und August/September in den Jahren zuvor aussah. Wir fuhren teilweise an geschlossenen Schneedecken vorbei und auch die Berge waren viel schneebedeckter als später im Jahr. Und das große Highlight: Strahlender Sonnenschein am Nordkap, was in etwas einem Sechser im Lotto gleichkommt! So sieht also die Straße aus, die man dahin hochfährt, dachte ich nur, nachdem man in den Jahren zuvor vor lauter Nebel kaum die Hand hatte vor Augen sehen können. Das zweite große Highlight waren ungelogen drei wildlebende Elche, die wir an der Straße sahen – da war wieder Stimmung im Bus! Die Lofoten waren wie immer mit ihrem Farbenspiel an Booten und Häusern beeindruckend und gerade war auch Stockfischsaison, d. h. die getrockneten Fischlaiber hingen überall auf den Gestellen am Straßenrand. Die Reise hat sich wieder einmal sehr gelohnt, auch wenn ich danach erst einmal ordentlich Schlafmangel ausgleichen musste und noch einen Tag auf Fehmarn entspannte.